Beute überwältigen
Die meisten Spinnen leben räuberisch. Viele erbeuten Insekten oder andere Gliederfüßer. Größe und Jagdweise beeinflussen, welche Tiere infrage kommen. Beute kann mit Beinen und Mundwerkzeugen festgehalten, durch Seide gesichert und durch Gift überwältigt werden. Die Reihenfolge ist nicht bei allen Gruppen gleich. Ein Netz allein erledigt also nicht sämtliche Arbeit.
Verdauung außerhalb des Körpers
Verdauungsflüssigkeiten helfen, Gewebe der Beute aufzuschließen. Die Spinne nimmt anschließend flüssige Nahrung auf. Teile der harten Außenhülle können zurückbleiben. Das verbreitete Bild eines bloßen Aussaugens lässt diesen chemischen Verarbeitungsschritt aus. Mundwerkzeuge können zusätzlich mechanisch mitwirken. Eine eingewickelte Beute kann vorübergehend im Netz aufbewahrt werden, bevor die Spinne frisst.
Eine Beziehung im Nahrungsnetz
Spinnen sind Räuber und zugleich Nahrung anderer Tiere. Ihre Wirkung hängt davon ab, welche Beute und welche Feinde im jeweiligen Lebensraum vorkommen. Der Name Vogelspinne beschreibt deshalb keinen festen Speiseplan aus Vögeln. Selbst große Arten fressen häufig Wirbellose. Einzelne spektakuläre Beutefänge dürfen wir nicht mit dem gewöhnlichen Nahrungsspektrum einer ganzen Gruppe verwechseln.
Quellen & Bildnachweise
- Australian Museum · Prey capture and feeding ↗
- Smithsonian’s National Zoo · Goliath bird-eating tarantula ↗
Quellenstand: 1. November 2026. Zahlen und Rekorde gelten mit den im Beitrag genannten Einschränkungen.
