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Künstlerische Veranschaulichung: cremefarben-dunkle Spinne mit eng angelegten Beinen neben Eikokons.

Spinnenbibliothek

Celaenia excavata

Am Tag wirkt sie wie ein unscheinbarer Fleck; nachts werden die Vorderbeine zur Falle.

Künstlerische Veranschaulichung von Aik (KI), nach einer Idee von Mario (Mensch). Nicht maßstabsgetreu; keine Vorlage zur Artbestimmung.
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Teil unserer besonderen Auswahl von 50 Arten. Ausgewählt wegen ihrer Kotähnlichkeit und Jagd ohne große Fangfläche.

Familie
Araneidae
Region
Australien & Ozeanien
Besonderheit
Körperform & Tarnung, Ungewöhnliche Jagd, Nachwuchs & Lebensweise

Ein Fleck mit Beinen

Das breite, unregelmäßige Weibchen trägt cremefarbene und dunkle Partien. Eng angelegte Beine verstärken den Eindruck eines ungenießbaren Häufchens. Diese Gestalt unterscheidet sich deutlich von der erwarteten symmetrischen Spinnensilhouette. Wer sie auf einem Blatt übersieht, veranschaulicht zugleich, warum menschliche Aufmerksamkeit kein verlässlicher Maßstab für das Erkennen kleiner Tiere ist.

Nachts öffnen sich die Vorderbeine

Die ruhige Tagesgestalt zeigt nicht den gesamten Jagdablauf. Nachts wartet die Spinne mit ausgestreckten Vorderbeinen auf Nachtfalter. Ein großes Radnetz ist dabei nicht ihr Fangwerkzeug. Auch eine frei schwingende Klebkugel, wie sie Bolasspinnen verwenden, gehört nicht zu dieser Jagdweise. Der ähnliche Beutefokus bedeutet deshalb nicht, dass beide Gruppen dieselbe Fangtechnik besitzen.

Geruch erreicht fliegende Beute

Museumsbeschreibungen erläutern das Anlocken männlicher Nachtfalter durch einen pheromonähnlichen Geruch. Der Fang beginnt damit schon vor dem körperlichen Kontakt. Die Spinne nutzt eine Sinneswelt, die für den suchenden Falter wichtig ist. Ein Foto kann diese chemische Seite nicht zeigen; sie braucht eine Erklärung neben dem Bild.

Kokons gehören zum Versteck

Eikokons können zusammen mit dem still sitzenden Weibchen ein auffälliges kleines Gebilde bilden. Die Art wird für Australien und Neuseeland geführt. Ihr Platz in der Bibliothek beruht auf der ungewöhnlichen Verbindung von Erscheinung und Jagd. Weder ihr unscheinbarer Tagesaufenthalt noch ein seltenes eigenes Foto belegen automatisch einen seltenen Gesamtbestand.

Was wissen wir – und wo sind die Grenzen?

Australische Museen dokumentieren Aussehen, Kokons und Nachtfalterjagd. Die Schutzwirkung der Kotähnlichkeit wird damit nicht als für jeden Räuber experimentell gemessen dargestellt.

Quellen & Bildnachweise

Quellen und Einordnung geprüft am 3. November 2026. Wissenschaftliche Namen und Deutungen können sich mit neuen Erkenntnissen ändern.

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