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Künstlerische Veranschaulichung: Springspinne vor einer Mücke auf einem Blatt.

Spinnenbibliothek

Evarcha culicivora

Sie sucht Blut auf einem Umweg: indem sie passende Mücken als Beute auswählt.

Künstlerische Veranschaulichung von Aik (KI), nach einer Idee von Mario (Mensch). Nicht maßstabsgetreu; keine Vorlage zur Artbestimmung.
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Teil unserer besonderen Auswahl von 50 Arten. Ausgewählt wegen ihrer experimentell untersuchten Beutewahl.

Familie
Salticidae
Region
Afrika
Besonderheit
Ungewöhnliche Jagd, Sinne & Verhalten

Blut aus zweiter Hand

Evarcha culicivora erbeutet Insekten und bevorzugt unter Versuchsbedingungen weibliche Mücken, die zuvor Blut aufgenommen haben. Die Spinne sticht dafür keine Wirbeltiere. Sie erreicht diese Nahrungsquelle über den bereits gefüllten Mückenkörper. Das unterscheidet ihren Speiseplan deutlich von der leicht missverständlichen Vorstellung einer blutsaugenden Spinne.

Mehr als ein roter Bauch

Die Auswahl hängt nicht nur von einer einzelnen Farbe ab. Experimente mit veränderten Bildern und Modellen trennen Hinweise am Hinterleib von Merkmalen an Kopf und Brust der Mücke. Dadurch lässt sich fragen, welche Kombination ein Tier erkennt. Eine menschliche Beschreibung wie „sieht lecker aus“ ersetzt diese Prüfung nicht.

Auch Gerüche zählen

Die Forschung hat außerdem Geruchsreize untersucht. Sie können Informationen über mögliche Beute und sogar über die Ernährung eines potenziellen Partners liefern. Damit reicht die Geschichte über die großen Augen einer Springspinne hinaus. Wahrnehmung besteht hier aus mehreren Informationswegen, deren Bedeutung sich mit der jeweiligen Situation verändert.

Ein Spezialist aus Ostafrika

Der Katalog nennt Kenia und Uganda als Verbreitung. Für dieses Porträt zählt die Verbindung von Freilandbeobachtungen und kontrollierten Versuchen: Nicht nur eine interessante Beuteszene, sondern wiederholbar untersuchte Entscheidungen machen die Art besonders. Welche Wirkung solche Vorlieben auf ganze Mückenpopulationen haben, ist damit allerdings noch nicht beantwortet.

Was wissen wir – und wo sind die Grenzen?

Mehrere Versuche untersuchen Seh- und Geruchshinweise sowie natürliche Beute. Eine Vorliebe für bestimmte Mücken belegt keine wirksame Bekämpfung menschlicher Krankheiten.

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