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Künstlerische Veranschaulichung: männliche Springspinne mit roten Gesichtsschuppen und grünlichen Vorderbeinen.

Spinnenbibliothek

Habronattus pyrrithrix

Farben und Bodenschwingungen verbinden sich zu einer Balz, die wir nur teilweise wahrnehmen.

Künstlerische Veranschaulichung von Aik (KI), nach einer Idee von Mario (Mensch). Nicht maßstabsgetreu; keine Vorlage zur Artbestimmung.
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Teil unserer besonderen Auswahl von 50 Arten. Ausgewählt wegen der Verbindung von Farbsignalen und spezialisierter Sehbiologie.

Familie
Salticidae
Region
Nordamerika
Besonderheit
Sinne & Verhalten, Nachwuchs & Lebensweise

Ein rotes Gesicht

Beim Männchen fallen rote Schuppen im Gesichtsbereich und farbige Vorderbeine auf. Diese Farben gehören zu einem bewegten Balzablauf. Sie sind keine roten Augäpfel und keine zufällige Dekoration: Für ein Weibchen können Körperstellung und Ausrichtung beeinflussen, welche Teile des Signals gerade sichtbar sind und wie der nächste Schritt wahrgenommen wird.

Filter im Auge

Eine Untersuchung beschreibt einen Filter in einem Teil der Netzhaut der Hauptaugen. Er verändert die spektrale Empfindlichkeit bestimmter Rezeptoren und erweitert die Möglichkeiten der Farbunterscheidung. Daraus folgt kein menschliches Sehen im Kleinstformat. Schon innerhalb eines Auges kann es wichtig sein, auf welchen Bereich ein farbiges Signal fällt.

Tanz auf einem klingenden Boden

Die Balz ist nicht nur eine Vorführung für die Augen. Bewegungen können auch Schwingungen im Untergrund erzeugen. Ein Blatt oder Bodenstück wird damit zum Übertragungsweg zwischen den Tieren. Ein stummes Foto zeigt Farben und Haltung, lässt aber einen Teil des Informationsaustauschs weg, der für die Begegnung relevant sein kann.

Mehr als eine bunte Art

Der natürliche Verbreitungsraum liegt in den USA und Mexiko; der Katalog nennt Hawaii als eingeführtes Vorkommen. Ausgewählt wurde die Art, weil sich mit ihr auffällige Signale und Sinnesorgane zusammen betrachten lassen. Wer nur die Farben beschreibt, verpasst die ebenso spannende Frage, wie ein anderer Organismus sie überhaupt empfängt.

Was wissen wir – und wo sind die Grenzen?

An dieser Art wurden Netzhautfilter und Balzsignale untersucht. Die Ergebnisse betreffen bestimmte Augenbereiche und Versuchsanordnungen, nicht ein menschliches Farberleben.

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