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Künstlerische Veranschaulichung: dunkle ameisenähnliche Spinne mit Jungtieren in einem Seidenversteck.

Spinnenbibliothek

Toxeus maxillosus

Diese Springspinne versorgt ihren Nachwuchs mit einem milchähnlichen Sekret.

Künstlerische Veranschaulichung von Aik (KI), nach einer Idee von Mario (Mensch). Nicht maßstabsgetreu; keine Vorlage zur Artbestimmung.
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Teil unserer besonderen Auswahl von 50 Arten. Ausgewählt wegen dokumentierter, milchähnlicher Versorgung und einer wichtigen taxonomischen Fußnote.

Familie
Salticidae
Region
Asien
Besonderheit
Nachwuchs & Lebensweise, Zusammenleben

Nahrung aus dem Körper der Mutter

Die 2018 veröffentlichte Untersuchung beschreibt, wie Jungspinnen ein nährstoffreiches Sekret der Mutter aufnehmen. Kleine Tropfen werden zunächst im Unterschlupf verfügbar und später direkt an der Mutter aufgenommen. „Milchähnlich“ beschreibt hier die Funktion der Versorgung. Es behauptet weder Säugetier-Milchdrüsen noch eine anatomische Gleichheit mit dem Säugen bei Menschen.

Versorgung nach den ersten Ausflügen

Besonders bemerkenswert war die Dauer der Fürsorge. Die beschriebenen Jungtiere erhielten Unterstützung auch dann noch, als sie selbst Nahrung suchen konnten. Die Untersuchung trennte deshalb Nahrungsversorgung von weiterer mütterlicher Anwesenheit. Ein Familienverband ist hier ein Forschungsgegenstand mit mehreren Funktionen, nicht einfach ein menschliches Familienmodell im Miniaturformat.

Antennenlose Ameisenähnlichkeit

Die Tiere gehören zu den Springspinnen und besitzen einen dunklen, ameisenähnlichen Körper. Trotz dieser Ähnlichkeit haben sie acht Beine und keine Fühler. Die Mutter und ihre Jungen leben in einem seidengefütterten Rückzugsraum. Dort findet die Versorgung statt: ein kleinräumiges Verhalten mit einer Anatomie, die sich grundlegend von derjenigen der Säugetiere unterscheidet.

Namen halten Forschung überprüfbar

Gerade außergewöhnliche Entdeckungen brauchen eine genaue Zuordnung. Die ursprüngliche Veröffentlichung verwendete Toxeus magnus; neuere Forschung nennt dieselbe Untersuchungslinie Toxeus maxillosus und beschreibt die frühere Bestimmung als korrigiert. Wir folgen hier dieser neueren Zuordnung. Der Katalog führt Toxeus maxillosus von Myanmar und China bis auf die Philippinen und nach Indonesien.

Was wissen wir – und wo sind die Grenzen?

Die Studie von 2018 erschien unter Toxeus magnus. Neuere Forschung korrigiert die Zuordnung zu Toxeus maxillosus. Der WSC führt beide als getrennte Arten; die Ergebnisse gelten den untersuchten Tieren und nicht automatisch jeder Population.

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