Vorderkörper und Hinterleib
Am Vorderkörper, dem Prosoma, sitzen die Augen, Mundwerkzeuge, Pedipalpen und vier Laufbeinpaare. Über den schmalen Pedicel ist er mit dem Hinterleib, dem Opisthosoma, verbunden. Dort liegen unter anderem Seidendrüsen und Teile der Atmungs- und Fortpflanzungsorgane. Diese Einteilung hilft beim Beobachten: Nicht jeder sichtbare Fortsatz ist ein Laufbein.
Werkzeuge an der richtigen Stelle
Die Cheliceren tragen die Fänge. Die danebenliegenden Pedipalpen dienen unter anderem dem Tasten und der Nahrungsbehandlung; bei geschlechtsreifen Männchen übernehmen ihre Endglieder eine wichtige Rolle bei der Paarung. Spinnwarzen gehören dagegen zum Hinterleib. Die Trennung von Fangwerkzeug und Seidenausgabe erklärt, warum eine Spinne Beute mit Beinen und Mundwerkzeugen festhalten kann, während sie Seide einsetzt.
Eine Hülle, die Grenzen setzt
Das Außenskelett besteht aus einer widerstandsfähigen Cuticula. Es stützt und schützt, wächst aber nicht unbegrenzt mit. Für größere Wachstumsschritte muss die Spinne sich häuten. Der interaktive Körperatlas zeigt äußere Merkmale schematisch. Innere Organe und die unterschiedlichen Augenstellungen aller Gruppen sind darin bewusst nicht als ein universelles Detailbild dargestellt.
Quellen & Bildnachweise
Quellenstand: 1. November 2026. Zahlen und Rekorde gelten mit den im Beitrag genannten Einschränkungen.
