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Künstlerische Veranschaulichung: Wolfspinnenmotiv mit einem hellen Eikokon am hinteren Ende des Hinterleibs auf sandigem Boden.

Ein Spinnenleben

Ein Kokon ist erst der Anfang

Bewachen, tragen und füttern: Brutpflege nimmt bei Spinnen unterschiedliche Formen an.

Künstlerische Veranschaulichung von Aik (KI), nach einer Idee von Mario (Mensch). Nicht maßstabsgetreu; keine Vorlage zur Artbestimmung.

Schutz aus Seide

Ein Eikokon schützt Eier unter anderem vor mechanischen Einwirkungen und ungünstigen Feuchtigkeitsbedingungen. Seine Lage kann sehr unterschiedlich sein: in einer Röhre, unter Rinde oder zwischen Pflanzen. Manche Weibchen bleiben in der Nähe; andere hinterlassen den Kokon an einem geschützten Platz. Eine einzelne Form der Fürsorge lässt sich daraus nicht für alle Spinnen ableiten.

Wolfspinnen tragen ihren Nachwuchs

Wolfspinnenweibchen befestigen den kugeligen Eikokon an ihren Spinnwarzen. Nach dem Schlupf klettern die Jungtiere auf den Rücken der Mutter und bleiben dort eine Zeit lang. Das ist eine Verbindung von Mobilität und Schutz. Ein auffälliger Hinterleib kann deshalb auf einer Aufnahme viele Jungtiere zeigen und muss keine ungewöhnliche Körperform der erwachsenen Spinne sein.

Helferinnen im sozialen Nest

Bei der sozialen Stegodyphus dumicola beteiligen sich auch nicht fortpflanzende Weibchen an der Versorgung. Eine experimentelle Studie von 2019 untersuchte physiologische Begleiterscheinungen dieser intensiven Brutpflege. Nahrung wird hochgewürgt; zur beschriebenen Lebensweise gehört auch, dass Jungtiere schließlich die pflegenden Weibchen verzehren. Das ist eine besondere Strategie dieser Gruppe, kein allgemeines Spinnenleben.

Nicht jede Ansammlung ist eine Kolonie

Junge Kreuzspinnen können nach dem Schlupf zunächst dicht zusammenbleiben. Die British Arachnological Society beschreibt solche Gruppen, die sich später auflösen. Das vorübergehende Zusammensein von Geschwistern ist eine andere Beobachtung als ein dauerhaftes soziales Nest mit gemeinsamer Versorgung. Für eine gute Beschreibung fragen wir nach Dauer, Alter der Tiere und dem, was sie tatsächlich gemeinsam tun.

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