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Seide & Netze

Ein Faden als Weg in die Welt.

Seide verbindet Sprünge, Brücken und die Ausbreitung kleiner Spinnen.

Künstlerische KI-Illustration erstellt von Aik, Idee von Mario. Künstlerische Annäherung; keine Bestimmungsvorlage und nicht maßstäblich.

Eine Verbindung bleibt

Eine Springspinne nutzt Seide auch dann, wenn sie ihre Beute ohne Fangnetz jagt. Ein angehefteter Faden kann als Sicherung dienen. Ebenso können Spinnen über Fäden zwischen nahen Pflanzenteilen gelangen. Solche Wege machen deutlich, wie Seide Fortbewegung ergänzt, statt nur einen festen Aufenthaltsort zu schaffen. Das Tier bleibt mit einem Ausgangspunkt mechanisch verbunden.

Mit Luftbewegungen reisen

Beim sogenannten Ballooning geben kleine Spinnen Fäden ab und können sich durch die Luft forttragen lassen. Diese Ausbreitung ist besonders bei Jungtieren bekannt, aber nicht auf jede Art oder jedes Stadium übertragbar. Der neue Aufenthaltsort ist nicht garantiert geeignet. Ausbreitung eröffnet Lebensräume und bringt zugleich das Risiko mit sich, an einem ungünstigen Ort zu landen.

Warum Jungtiere sich trennen

Viele Jungspinnen verlassen nach einer gemeinsamen Anfangsphase den Bereich des Kokons. Dadurch verteilen sich auch Konkurrenz um Nahrung und Verstecke. Die Wege unterscheiden sich: laufen, überbrücken oder durch die Luft reisen. Ein Feld voller glitzernder Fäden kann eine solche gemeinsame Ausbreitung sichtbar machen. Es bedeutet nicht automatisch, dass eine einzige riesige Spinne dort ein Netz gebaut hat.

Mehr als Wind

Auch elektrische Felder können beim Ballooning eine Rolle spielen. Morley und Robert zeigten 2018 im Labor, dass solche Felder bei untersuchten Erigone-Spinnen den Start auslösen und Auftrieb ermöglichen können. Das bedeutet nicht, dass Wind unwichtig ist oder jeder Freilandflug auf dieselbe Weise abläuft.

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